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Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass Sie der Entwickler bzw. der Administrator der Datenbank sind. Bei einer fertigen 4D Lösung verwenden Sie die im Anwendungshandbuch angegebenen Speichereinstellungen, bzw. fragen Sie Ihren Administrator oder Entwickler.
Die Speicherkonfiguration eines 4D Servers lässt sich in folgende Bereiche gliedern:
Die Speichereinstellungen dürfen bei einer Datenbank:
Fazit: Es ist wichtig, die optimale Speichereinstellung für einen 4D Server zu finden!
Alle Datenbanken sind speicherintensive Anwendungen. Es gilt das Prinzip: je mehr RAM, desto besser. Hat ein DB-Server Daten in den Arbeitsspeicher geladen, werden diese Speicherbereiche nicht mehr an das Betriebssystem abgegeben. Wird kein Speicherlimit gesetzt, kommt es zu einem Konflikt zwischen Betriebssystem und Datenbank Server.
Erst wenn der Datenbankserver das Speicherlimit erreicht hat, greifen die internen Optimierungsmethoden.
Der Mindestspeicherbedarf einer 4D Server-Installation hängt von folgenden Faktoren ab:
* Anzahl der maximal gleichzeitig angemeldeten Clients * Anzahl der maximalen Prozesse pro Client * Anzahl der maximal gleichzeitig laufenden Serverprozeduren
Die installierten Client-Lizenzen prüfen Sie im Lizenznummerndialog des 4D Servers (ab der Version 6.5 werden die beiden Standard-Clients nicht angezeigt). Die Anzahl der laufenden Prozesse und Serverprozeduren erfragen Sie beim Entwickler der Datenbank.
Berechnungsgrundlage:
* Standard 4D Einstellung für zwei Clients (Mac: 24 000 KB, alte Speicherverwaltung; Windows: 4 Blöcke à 4096 KB) * 1-1,5 MB pro zusätzlich angemeldetem Client * ca. 128 KB pro zusätzlichem Prozess * der Cache-Speicherbedarf hängt wiederum von der Zahl der
möglichen Clients ab (Standard: 4096 KB)
Wie oben erklärt, darf 4D Server nicht zuviel Speicher zugewiesen sein. Das Maximum ist natürlich durch den pysikalisch eingebauten Arbeitsspeicher begrenzt.
Der Maximalwert für 4D Server wird außerdem begrenzt durch:
* den RAM Bedarf des Betriebssystems * den Restspeicher für andere Programme oder Dienste.
Überprüfen Sie, wieviel Speicher das Betriebssystem benötigt, wenn sich das System eingependelt hat. Bei Windows NT kann man in der Praxis davon ausgehen, dass rund 50 Prozent des eingebauten Speichers vom System benutzt werden können. Wenn Sie 4D Server auf einem Macintosh zusammen mit AppleShare IP betreiben, muss auch hier der maximale Speicherbedarf von Apple Share IP berücksichtigt werden (4D 2003, MacOS 9).
Dem Betriebssystem sollten, je nach verfügbarem Gesamtspeicher, zwischen 4 MB und 12 MB freier RAM zur Verfügung stehen!
So stehen z.B. bei einer Windows NT Maschine mit 128 MB RAM dem 4D Server maximal 60 MB zur Verfügung! Weisen Sie 4D Server mehr Arbeitsspeicher zu, dann besteht die Gefahr, dass das Betriebssystem bei Speicherbedarf Daten des Servers aus dem RAM auf die Festplatte auslagert. Benutzt 4D Server schon den zur Verfügung stehenden Arbeitsspeicher, so wird die 4D interne Speicheroptimierung aktiviert. Die Auslagerung, Komprimierung bzw. Freigabe des RAM erfolgen gezielt.
Um den Speicher für 4D Server optimal einstellen zu können, muss der Gesamtspeicherzustand des Server-Rechners bekannt sein. Diesen Überblick erhalten Sie aus:
4D, wenn ein Datensatz geladen wird.
Die Vorgehensweise zu Ermittlung des aktuellen Speicherzustandes wird separat beschrieben.
Der Windows Task Manager gibt Ihnen alle Informationen zur Kontrolle des zugewiesenen Hauptspeichers. (Öffnen Sie den Task Manager mit Strg + Shift + ESC)
Unten rechts stehen die beiden wichtigsten Werte
(unter Realer Speicher): Verfügbar und Systemcache
Unter "Verfügbar" steht der physikalischer Speicher, also kein virtueller. Hier sollten immer mind. 20 MB frei sein. Sind hier 200 MB frei, wird vorhandener Speicher nicht voll genutzt.
Systemcache zeigt die Größe des aktuell genutzten Festplatten-Cache. Dieser Speicherbereich ist im physikalischen Speicher und wird im Normallfall nie ausgelagert. Der Wert liegt normal zwischen 20% und 50% des physikalischem Hauptspeichers. Unter Windows 2000 Pro haben Sie keine oder nur wenig Möglichkeiten, diese Größe zu beeinflussen. Unter Windows Server können Sie mit der Einstellung für den Dienst "Server-Dienst" die Auslegung für File-Server auf Anwendungs-Server ändern und somit im Normallfall den Cache verkleinern. Wenden Sie sich bei Fragen dazu bitte an die Microsoft Hotline.
Diese Werte sollten vom Administrator der Datenbank regelmäßig kontrolliert werden. Im Normalfall reicht die Kontrolle von "verfügbar". Ist der Wert > 10-20 MB, ist alles in Ordnung.
Genaue Kontrolle ist nötig nach:
Nach Rechnertausch sollten diese Werte anfangs sehr genau beobachtet werden.
Wir empfehlen, unmittelbar nach Rechnerstart die Werte zu notieren; dann erneut nach Start von 4D Server; weiter im stündlichen Takt; dann eine Woche lang zweimal täglich; dann den Rest des Monats zweimal die Woche. Anhand der Veränderung der Werte können Sie sehen, ob Sie zuviel oder zuwenig Speicher zugewiesen haben. Ist zuviel realer Speicher auch nach längerem Betrieb (2-3 Wochen) frei, können Sie ggf. mehr Cache zuweisen (siehe auch Cache Optimierung).
Ist zu wenig realer Speicher frei, müssen Sie
* entweder Speicher nachrüsten, * 4D weniger Speicher zuweisen, oder * überprüfen, welche anderen Programme noch auf dem Server laufen.
Wächst der Systemcache auf zu große Werte an, müssen Sie die NT Konfiguration ggf. verändern (oder andere laufende Dienste verursachen das).
In 4th Dimension 2004 wurde die Verwaltung des Hauptspeichers an die Standards in Windows XP und MacOS X angeglichen. Der von 4th Dimension verwendete Speicher wird automatisch vom System zugewiesen und ist nicht länger anpassbar. Sie können jedoch weiterhin den Cache-Speicher Ihrer Datenbank anpassen.
In diesem Modus definieren Sie selbst die Größe des Cache-Speichers. Dazu genügt es, unter dem Thema "Datenbank" auf der Seite Datenverwaltung die Option Berechnung des anpassungsfähigen Cache zu deaktivieren.
In diesem Modus wird der Cache-Speicher vom System dynamisch verwaltet - innerhalb der von Ihnen gesetzten Grenzen. Sie können einen leistungsstarken Cache-Speicher einrichten, der zu den meisten Konfigurationen paßt.
Weitere Informationen finden Sie im Handbuch Design-Modus bzw. im Update-Handbuch zu 4D 2004